Ökumene in Furth

Das 500. Reformationsjubiläum war der Anlass für einen ökumenischen Begegnungsabend, zu dem wir zusammen mit der kath. Pfarrgemeinde Furth in die Mensa des Maristengymnasiums eingeladen hatten. Schon das gemeinsame Vorbereiten im ökumenischen Miteinander war sehr angenehm, produktiv und interessant. Viel drehte sich um Klischees: Die Evangelischen machen kein Kreuzzeichen und die Katholiken lesen selten die Bibel.“ Vieles konnte entkräftet werden. Auch der Gottesdienst, mit dem der Abend nach der Begrüßung durch den Pfarrgemeinderatsvorsitzenden begann, hatte Vorurteile und deren Entkräftung zum Thema.
In der Predigt wurde man auf den 
Grund und Beginn des christlichen Glaubens zurückgeführt, der alle Konfessionen verbindet: Tod und Auferstehung Jesu. In dieses Geschehen hinein wurden alle Christen getauft. Und so erinnerte die Gemeinde sich an die Taufe und konnte dies auch durch ein in die Handflächen gezeichnetes Wasser-Kreuz spüren. Pfarrer Thomas Winderl und Pfarrerin Christine Stöhr begannen dann gemeinsam die Präfation und das Präfationsgebet zu sprechen. Doch hier mussten sie abbrechen. Das gemeinsame Abendmahl ist noch nicht möglich – dies wurde schmerzlich empfunden. Im Anschluss an den Gottesdienst, der vom Posaunenchor prächtig gestaltet wurde, hatten die ca. 100 Besucher Gelegenheit, sich bei einem kleinen Imbiss kennen zu lernen und auszutauschen. Es war an der Zeit, sich als ökumenische Nachbarn in Furth wahrzunehmen und ein Zeichen des gemeinsamen Glaubens zu setzen. Der Wunsch, dieses zu wiederholen besteht. 

In Furth leben 313 Mitglieder unserer Gemeinde. Einige davon fanden sich schon im Februar zu einem evangelischen Gottesdienst in der Kirche des Maristenklosters ein, den wir ebenfalls zusammen mit dem Posaunenchor gefeiert haben. 

Christine Stöhr