Verehrte Leser, Leserin,

 

ich bin hier Pfarrverweserin der Auferstehungskirche klar, an Estomihi, wie es immer war.Christine Stöhr
Im Fasching ist es guter Brauch, dass die Närrin tritt dort auf.
Ihre Aufgab’ ist zudem, Dinge auf den Kopf zu drehn.
Jesus hat das oft getan, hat für die Welt ’nen andern Plan.
Den Kleinen, Schwachen hilft er auf, Leid und Gefahr nimmt er in Kauf.
Erzählt von Gott, der gnädig ist und keinen Menschen je vergisst.
Was er in seinem Leben tat war nicht das, was erwartet ward.
Schon die Geburt in einem Stall – Kopfschütteln reichlich überall.
Der Gottessohn hat keinen Thron doch Lebensfreude manchmal schon.
Hochzeit zu Kanaa feiert er, doch leider war der Wein schnell leer.
Das Wasser wird zu Wein gemacht, damit man fröhlich weiterlacht.
Das Leben ist sein höchstes Gut und darum macht er laufend Mut
den Armen, Kranken, Sünderinnen, sich doch ins Leben einzubringen.
Das Recht hat jeder gut zu leben und darum war es auch sein Streben
zu kämpfen für Gerechtigkeit durch Worte und Barmherzigkeit.
Die Seligpreisung – Hand aufs Herz –die klingt doch wie kein schlechter Scherz.
Den underdogs das Himmelreich und dafür streiten, aber gleich.
Um Jesus Christus zu versteh’n, muss man ein Wörtchen ganz klar seh’n:
Als Motor seines Handelns bliebe am Ende einfach nur die Liebe.
Und konsequent bis in den Tod nahm er auf sich unsre Not.
Im Vertrau’n auf JHWH eben erstand er frei zu neuem Leben.
Dafür, liebe Christeng’mein sollten wir doch Zeugen sein.
Seit dreizehn Jahr’n in Landshut Nord – ja dort war mein Predigtort,
wollte ich das weitergeben und die gute Nachricht leben.
Nun geht es für mich von hinnen, um mich dorten einzubringen,
wo die Flieger rauf und runter, starten, landen, fröhlich, munter.
Jedenfalls wenn irgendwann, man mal wieder fliegen kann.
In Hallbergmoos kann man mir winken oder einen Kaffee trinken.
Danke für alles lasst euch sagen und dann auch neue Schritte wagen.
Ich wünsch’ euch allen Gottes Gnade und find’ den Abschied wirklich schade.
Die Zukunft auf all uns’ren Wegen woll’n wir in Gottes Hände legen.

Auf Wiedersehen!

Ihre



Kurz-Gottesdienste in der Auferstehungskirche

Obwohl das Infektionsgeschehen immer noch besorgniserregend ist, hat der Kirchenvorstand sich dafür ausgesprochen, wieder Gottesdienste zu feiern. Dadurch soll dem Aspekt Rechnung getragen werden, dass soziale Kontakte lebenswichtig sind und Gottesdienste eine stärkende und ermutigende Ressource darstellen. Allerdings wird die Dauer, in der wir gemeinsam feiern, verkürzt, um das Risiko einer Ansteckung möglichst gering zu halten. Zur gewohnten Gottesdienstzeit, Sonntag um 10 Uhr, finden die etwa 30minütigen Gottesdienste statt. Ein Hygienekonzept liegt vor. Das Einhalten der Abstände und das Tragen eines Mund- Nase- Schutzes, besser noch einer FFP2- Maske ist vorgeschrieben.

Heilig Abend ganz anders als sonst

Schon lange war klar, dass in diesem Jahr an Heilig Abend nicht wie sonst fünf voll besetzte Gottesdienste in der Auferstehungskirche und im Haus der Begegnung werden stattfinden können. Was aber dann? Heilig Abend auf dem Kirchhof. Aber wie? Anita Polachowski hatte die Idee, einen Stall vor der Kirche zu errichten und ihn mit einer Krippe auszustatten. Schnell fand sich im Kirchenvorstand eine „Stall-AG“ zusammen, die das Vorhaben plante. Eine glückliche Fügung war, dass ganz genau passende Krippenfiguren erworben werden konnten. Mit großem Einsatz und viel Freude bei der Arbeit konnte dann am vierten Adventswochenende der Stall errichtet werden.

Weihnachten Aufestehungskirche Stall
Mit viel Liebe und unschlagbarer Kreativität gestalteten die Mesnersleute den Kirchhof an Heilig Abend.

Ehrung

Peter Horsche
Am 1. Advent wurde in einem festlichen Gottesdienst Herr Peter Horsche, Mitglied in unserem Posaunenchor und Leiter des Bezirksposaunenchors, für 60 Jahre Bläserdienst geehrt. Dies ist Anlass, einmal genauer nachzufragen.

Sehr geehrter Herr Horsche, wann und bei wem haben Sie eigentlich das Posaunespielen gelernt?
Peter Horsche: Zum 14. Geburtstag brachte mir mein Kurrendeleiter in Eisenach, der auch gleichzeitig Lei ter des Posaunenchores war, eine Posaune mit und gab mir im Anschluss an die Kurrendefeier gleich die erste Unterrichtsstunde.

Hat es Ihnen von Anfang an Spaß gemacht?
Peter Horsche: Das Posauneblasen auf jeden Fall. Es war ja mein Wunsch, im Anschluß an die Kurrende in den Posaunenchor zu wechseln. Allerdings hat das „Üben“ am Anfang weniger Spaß gemacht.

Wie ging es dann weiter?
Peter Horsche: Nachdem Herr Hoffmann eine Gabe bei mir entdeckte, schickte er mich nach einem halben Jahr zu einem Posaunisten des Landestheaters in Eisenach. Der Posaunenchor bezahlte mir das erste Jahr die wöchentlichen Stunden. Als im zweiten Jahr die Bezahlung durch den Posaunenchor halbiert und im dritten Jahr eingestellt wurde, gab mir der Posaunenlehrer dennoch dankenswerterweise die volle Stundenzahl weiter. Als ich in Berlin während meiner Armeezeit ein weiteres Jahr Privatunterricht hatte, konnte ich darauf aufbauend schließlich mein Hochschulstudium absolvieren und meine „Arbeit“ in einem Berufsorchester ausüben. Als Dank für die kostenfreie Ausbildung im Posaunenchor bildete ich Jahrzehnte lang auch Jungbläser ehrenamtlich aus und leitete Fortbildungen in diesem Bereich.

Haben Sie ein Lieblingsstück?
Peter Horsche: Das ist der Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“, davon der dritte Vers „Gloria sei dir gesungen“ von Johann-Sebastian Bach, meinem geliebten Heimatkomponisten.

Kann man auch noch in höherem Alter ein Blasinstrument erlernen?
Peter Horsche: Auf jeden Fall! In meinem Heimatposaunenchor begann ein Bläser im Alter von 50 Jahren.

Was bedeutet Ihnen diese Ehrung?
Peter Horsche: Das war eine große Anerkennung für die Jahre, welche ich den Posaunenchordienst tun durfte. Der Rahmen dieser Ehrung war sehr passend und hat mich sichtlich berührt, wenngleich ich mit einem solchen Maß nicht gerechnet habe. Dass ich in diesem Gottesdienst auch noch selber spielen durfte, war für mich eine ganz besondere Freude.

Liebe Gemeinde,

dieses kleine Gedicht zum Thema „Schenken“ von
Joachim Ringelnatz habe ich in dem Weihnachtsheftchen
des Fachbereichs Evangelische Frauen in Deutschland gefunden.
Es passt natürlich voll in die Zeit, in der wir uns befinden.
Advent und Weihnachten.
Was schenken – in diesem sehr belasteten und außergewöhnlichen
Jahr? Ein paar Tips gibt Ringelnatz ja und ich finde vor allem den letzten
Satz wichtig. Du selbst bist das Geschenk. Irgendwelche Dinge,
Gegenstände und Sachen sind meistens gar nicht so wichtig.
Du selbst bist das Geschenk für andere, aber auch für Dich
selbst. Ein Geschenk des Himmels.
Jesus Christus ist auch ein Geschenk des Himmels, kommt zur Welt,
wie wir auch. Ist klein, schwach und bedarf allergrößter Fürsorge.
Er ist unser Bruder. Er ist Gottes Sohn.
Ich wünsche uns allen, dass dieses Weihnachtsfest besonders
viel Hoffnung und Licht in unsere Welt und unser Leben bringt.

Frohe Weihnachten und ein gesundes, gesegnetes
neues Jahr!

Ihre Pfarrerin Christine Stöhr

                     

Schenke groß oder klein
Aber immer gediegen.
Wenn die bedachten
Die Gaben wiegen,
Sei Dein Gewissen rein.
Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
Was in Dir wohnt
An Meinung, Geschmack und Humor,
So dass die eigene Freude zuvor
Dich reichlich belohnt.
Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass Dein Geschenk
Du selber bist.

Weihnachten an der Auferstehungskirche

Krippenfiguren

An Heilig Abend besteht die Möglichkeit, zwischen 14 und 18 Uhr auf den Kirchhof in der Fliederstraße zu kommen. Dort ist ein großer Stall mit Krippe aufgebaut, bei dem in unregelmäßigen Abständen weihnachtliche Aktionen stattfinden. Das Friedenslicht aus Bethlehem kann mitgenommen werden. Dazu bitte geeignete Laternen mitbringen. Kinder dürfen ihre Puppe in die Krippe legen und ein Foto davon mit nach Hause nehmen. Es wird genau auf die Einhaltung der AHA- Regeln geachtet.

Am 1. Weihnachtsfeiertag findet um 10 Uhr ein festlicher Gottesdienst mit Abendmahl in der Auferstehungskirche statt.
Dazu ist eine Anmeldung bis 21. Dezember im Pfarramt unter Tel. 0871/7 33 11 oder per E-Mail notwendig.

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